Jakobskirche Köthen

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Judas-Aufführung des Dessauer Theaters in der Jakobskirche am 17.05.2019 19.00 Uhr

Wir weisen auf das Gastspiel des Dessauer Theaters hin.

Einige Besucher der Dessauer Aufführung waren ganz begeistert.

Auch wenn „Judas“ nach der Passionszeit aufgeführt wird empfehlen wir den Besuch auch Konfirmanden und Jugendlichen zur Vorbereitung für die Firmung.

Der Eintritt für Schüler und Studenten kostet 6 € , Senioren 10 € und Erwachsene 12 €.

Für fünf Bedürftige gibt das Theater Freikarten

Judas Monolog von Lot Vekemans Deutsch von Eva Pieper und Christine Bais Judas. Seit zwei Jahrtausenden steht sein Name unwiderruflich für Täuschung und Lüge, kaum ein anderer Name weckt sofort die Assoziation für Verrat. Zu jeder Zeit gab es Spekulationen über seine Motive, nun ist es an der Zeit, ihm das Wort zu übergeben. Die vielfach ausgezeichnete niederländische Autorin Lot Vekemans gibt dem Geächteten eine Stimme und damit sein Menschsein zurück, sie bietet Judas ein Forum im Heute und lässt ihn über seine Wut, seine Enttäuschung und seine Sehnsüchte reden, ohne die Verantwortung für sein Handeln zu leugnen. In dieser selbst inszenierten Show begeht er einen letzten Versuch, seine Tat wieder auf ein menschliches Maß zurück zu bringen und sein Publikum dahin zu führen, wo es lieber nicht sein möchte: zu dem Judas in sich selbst. Das Anhaltische Theater Dessau kooperiert für die Produktion Judas mit der Evangelischen Landeskirche Anhalts. Dieser hochaktuelle und spannende Theatertext wird nach seiner Premiere in der Auferstehungskirche am 28.03.2019 in weiteren Kirchen Anhalts zu sehen sein.

Die Autorin Lot Vekemans wurde 1965 geboren. Sie studierte Soziale Geografie an der Universität in Utrecht und besuchte die „Writerscholl t Colofon“ in Amsterdam. Seit 1995 schreibt sie Theaterstücke. Sie ist eine der erfolgreichsten Bühnenautorinnen der Niederlande. Bei uns werden ihre Stücke Gift, Judas oder Ismene Schwester von an zahlreichen Theatern aufgeführt. Ihre Dialoge sind einfach, direkt und emotional. Sie sei eine „Bewegungsmelderin der Seelenkatastrophen“, so das Kuratorium des Ludwig-Mühlheims-Theaterpreises, den die Autorin in diesem Jahr [2016] erhielt. „Ich denke, die Seele ist ein wichtiges Ding. Ich habe immer gesagt, ich möchte das Publikum treffen in Herz und Seele. Ich will gerne mein Publikum berühren, das ist für mich wichtig.“ „Zwei Themen sind Grundthemen für mich. Das eine ist das Schicksal, das andere die Entscheidung. Es passiert immer etwas, das man Schicksal nennen kann. Manchmal sind das sehr große Sachen, zum Beispiel der Tod. Aber es kann auch das Schicksal anderer sein. Zum Beispiel kann ich etwas tun, was große Folgen hat für einen anderen, und dann bin ich das Schicksal für eine andere Person.“ Die Autorin über Judas: „Ich denke, es gibt bei uns eine einseitige Richtung des Blicks auf die Helden, auf das, was wir als größer und höher und besser erachten, als wir es selbst sind. Wir lieben es, zu verehren, so wie wir es lieben, verehrt zu werden. Aber in beiden Fällen gibt man seine Macht an jemand anderen ab. Judas wird von Menschen verhöhnt, damit sie ihre eigenen Seelen rein waschen. Es ist auffällig, dass in Porträts, die über die Jahrhunderte entstanden sind, Judas immer hässlicher und böser dargestellt wurde.“ Das Team Judas Roman Weltzien, geboren in Chemnitz, absolvierte seine Ausbildung zum Diplomschauspieler an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig. Erste Bühnenerfahrungen sammelte er am Studio des Deutschen Nationaltheaters Weimar. Es folgten Engagements am carrousel-Theater Berlin, dem Ulmer Theater und dem Staatstheater Meiningen. Dort erhielt er 2008 den Ulrich-Burkhardt-Preis für seine Darstellung des Mephistopheles in Faust I & II. Weitere Stationen waren u.a. die Theater Pforzheim, Eisenach und Detmold. Seit der Spielzeit 2017/18 gehört Roman Weltzien zum Schauspielensemble des Anhaltischen Theaters Dessau. Mit eigenen Soloprogrammen ist er darüber hinaus deutschlandweit auch als Comedian und Kabarettist auf der Bühne zu erleben. Regie Jakob Fedler, studierte Theaterregie an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich. Danach war er Regieassistent am Deutschen Theater Berlin. Seit 2009 arbeitet Jakob Fedler als freier Regisseur u.a. an den Wuppertaler Bühnen, dem Theater Heidelberg, am Theater Erlangen, am Deutschen Nationaltheater Weimar und am Staatstheater Nürnberg. In den letzten drei Jahren realisierte er zwei Texte von Einar Schleef, die u.a. am Schauspielhaus Bochum, den Ruhrfestspielen Recklinghausen und dem Deutschen Theater Berlin gezeigt wurde. 2008 war er zum Festival »radikal jung« eingeladen, 2009 wurde er als Nachwuchsregisseur des Jahres nominiert, 2010 wurde er bei den Bayerischen Theatertagen ausgezeichnet. Seit 2013 hat Jakob Fedler einen Lehrauftrag für Schauspielregie an der Folkwang Universität der Künste. Bühne und Kostüm Dorien Thomsen, studierte Kunst- und Textilgestaltung an der Universität Köln. Nach ihrem ersten Engagement an den Bühnen der Stadt Köln, war sie Mitarbeiterin von Jens Kilian u.a. am Wiener Burgtheater, der Deutschen Oper Berlin, den Münchner Kammerspielen, der Oper Frankfurt und bei den Salzburger Festspielen. Seit 2003 arbeitet sie als freie Bühnen- und Kostümbildnerin. Mit den Regisseuren Christian von Treskow, Jakob Fedler, Iwona Jera, Lilli-Hannah Hoepner und dem Choreografen Josef Eder entstanden gemeinsame Arbeiten u.a. am Theater Freiburg, Theater Aachen, an den Schauspielhäusern in Düsseldorf und Bochum, bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen, am Deutschen Theater Berlin, sowie für Oper und Schauspiel der Wuppertaler Bühnen.  Dramaturgie Almut Fischer, studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Schon während ihres Studiums arbeitete sie als Regieassistentin am Bayerischen Staatsschauspiel und am Schauspiel Köln. Seit 1996 arbeitete Almut Fischer als freie Dramaturgin und Regisseurin u.a. am Theater Basel, dem Thalia Theater Hamburg, Staatsschauspiel Dresden, Thalia Theater Halle, den Hamburger Kammerspielen, bei den Bad Hersfelder Festspielen und bei den Händel-Festspielen Halle. Von 2000 – 2008 war sie außerdem als Dramaturgin für Film und Fernsehen tätig. Almut Fischer leitete von 2008 bis 2013 gemeinsam mit Hans Rotman das IMPULS-Festival fu?r Neue Musik in Sachsen-Anhalt und blieb dem Festival als Ku?nstlerische Leiterin der Musiktheater-Jugendprojekte bis 2015 weiterhin verbunden. 2016 fand das Jugendprojekte unter dem neuen Namen Young Players Project am Anhaltischen Theater statt. Seit 2015 ist Almut Fischer am Anhaltischen Theater als Dramaturgin tätig, seit der Spielzeit 2016/17  als Schauspieldirektorin und leitende Dramaturgin fu?r Schauspiel und Puppentheater. Termine in der Spielzeit 2018/2019 Auferstehungskirche (Ziebigker Str.29, Dessau-Roßlau) 28.03.2019 20:00 Uhr Premiere 04.04.2019 20:00 Uhr 09.04.2019 20:00 Uhr Kirche St. Bartholomäi (Ev. Kirchengemeinde St. Bartholomäi Zerbst ,Schloßfreiheit 3, 39261 Zerbst / Anhalt) 03.05.2019 18:30 Uhr Jakobskirche Köthen (Evangelische Kirchengemeinde St. Jakob Köthen, Pfarramt Hallesche Straße 15, 06366 Köthen) 17.05.2019 19:00 Uhr Kreuzkirche (Peterholzstraße 55, Dessau-Roßlau) 29.05.2019 11:30 Uhr

Weitere Termine entnehmen Sie bitte dem Spielplan. Judas ist eine mobile Produktion, die in den Kirchen Anhalts gezeigt wird. Falls Sie Interesse an einer Aufführung in Ihrer Kirche haben, schreiben Sie uns: kbb@anhaltisches-theater.de Eine Kooperation mit der Evangelischen Landeskirche Anhalts

Quellen ? Auszug Judas: http://www.textbuehne.eu/werke/showWerk?wid=gk_7fCa ? Zitate Lot Vekemans: https://www.deutschlandfunkkultur.de/lot-vekemans-ich-moechte-das-publikum-in-herz-und-seele.970.de.html?dram:article_id=367613 ? Zitat über Judas: https://www.kiepenheuer-medien.de/Werke/data_werke/1830/showWerk

JUDAS von Lot Vekemans, Deutsch von Eva M. Pieper und Christine Bais, ist auch als eBook erschienen. Über die Website www.textbuehne.eu können Sie das Theaterstück in diversen Online-Shops bestellen.